MYTHOS 1:

MYTHOS 1: BEI GEDÄMMTEN HÄUSERN IST DAS SCHIMMELRISIKO GRÖSSER!

Es wird immer wieder gerne behauptet, dass eine gedämmte Wand mehr zu Schimmel MYTHOS 1:neigt als eine ungedämmte. Als Grund wird genannt, dass ein Energiesparhaus durch die Dämmplatten so sehr abgedichtet ist, dass der Austausch von Feuchtigkeit und Luft nicht mehr stattfinden kann.

Es ist richtig, dass die Ursache für Schimmel im Haus vor allem Feuchtigkeit ist. Feuchtigkeit bildet sich an Wänden dann, wenn der Temperaturunterschied zwischen Außenwand und Innenwand zu groß ist und nicht weil keine Austauschprozesse mehr stattfinden können.

BEISPIEL:

Im Zimmer herrschen 20 Grad Raumtemperatur, draußen sind es kühle -10 Grad. Trifft jetzt die warme Luft aus dem Zimmer auf die Außenwand, kühlt sich diese Luft auf ca. 14,4 Grad ab. Je größer die Abkühlung, desto weniger Wasser kann die Luft speichern – die Folge: die Luftfeuchtigkeit im Zimmer steigt an. Schimmelpilze fühlen sich bei einer Luftfeuchtigkeit von rund 80 Prozent so richtig wohl, dafür muss eine Wand nicht einmal sichtbar oder fühlbar feucht sein.

Ist die Außenwand eines Hauses gedämmt, wird verhindert, dass sich die Oberflächentemperatur der Innenwand besonders stark abkühlt. Sind im Zimmer also 20 Grad, draußen -10 Grad, dann kühlt sich die warme Zimmerluft nur auf rund 19,3 Grad ab. Je geringer die Abkühlung der Luft, desto weniger Feuchtigkeit sammelt sich an der Wand und desto kleiner ist auch das Schimmel-Risiko.

FAZIT:

Es stimmt also nicht, dass das Schimmelrisiko bei gedämmten Häusern größer ist. Im Gegenteil! Das Risiko ist sogar geringer, weil die Wärmedämmung den Temperaturunterschied zwischen Außen- und Innenwand relativ stabil hält.

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